Das Beste - Mein Leben zwischen Pubertieren
Der erste Satz
„Meine Kinder sind schon vor einiger Zeit ausgezogen, und das hat durchaus Vorteile.“
Zum Inhalt
Aus insgesamt 945 veröffentlichten Zeitschriftenkolumnen hat der Autor 35 für ein taschenbuchgroßes, aber gebundenes Buch ausgewählt. Wir dürfen darin einen Blick auf sein Vaterleben mit zwei früh- bis spätpubertierenden Kinder werfen. Es geht zum Beispiel um WhatsApp Verkehr in einer kleinen Wohnung, Schuhe als jahrelange Stolperfalle, den immer geplünderten Kühlschrank („Brauchst Du die Schokolade noch?“), Debatten über Gendern („Studentenfutter oder doch Studierendenfutter?“), Tattoo-Dichte, Pivo, Bape mit Socke, Flip-Flops, gepimpte Pizza, rosa Sneaker, die Vornamen Kevin und Cheyenne-Shakira, den Sinn einer Protrusionsschiene, Sex-Witze eines Elfjährigen, gebratenes Duplo, achtsames Anbrüllen oder Hugo aus der Dose.
Der Autor
Jan Weiler, mittlerweile fast 60, ist Journalist und seit vielen Jahren ein erfolgreicher Schriftsteller. Er war sehr lange Chefredakteur des wöchentlichen SZ-Magazins in der Süddeutschen Zeitung und hatte dort auch stets eine Kolumne unter seinem Namen zu füllen. Er tat das vor allem mit Einblicken in sein Leben als Vater von zwei mit ihm älter werdenden Kindern. Jan Weilers Romane stehen seit „Maria, ihm schmeckt`s nicht!“ und „Das Pubertier“ stets auf den Bestsellerlisten. Neben Romanen und biografischen Büchern verfasst Jan Weiler auch Hörspiele und Drehbücher. Er lebt in München und Umbrien.
Jan Weiler über die Entstehung dieses Buches während einer Lesereise
*„Beim darüber nachdenken entstand die Idee, mit den besten Texten der vergangenen Jahre noch einmal zu reisen. Es wäre schade, wenn Holger, der Uhrzeitkrebs, wenn Ulrich Dattelmann und die vielen philosophischen Einlassungen von Nick beim Abendessen einfach so mir nichts Dir nichts verschwinden würden. Also habe ich auf den Setlisten der vergangenen zwei Jahrzehnte nach den beliebtesten Stücken gesucht und ein Programm daraus gebastelt. Als ich damit fertig war, rief ich Till Hafenbrak an, der mich über die ganzen Jahre als Illustrator begleitet hat. Ich fragte ihn, ob er mir ein Plakat für diese Abschiedstour zeichnen könnte und er sagte: „Klar, kann ich machen. Aber warum machst Du nicht auch ein Buch daraus?“ Darauf bin ich tatsächlich von selbst gar nicht gekommen. Mein Verlag fand die Idee gut und voilà, da ist es: „Das Beste - mein Leben zwischen Pubertieren.“
Sämtliche Texte wurden für diese Ausgabe überarbeitet. Die meisten sind dadurch länger geworden, manche habe ich zu neuen zusammengefasst. Die meisten Änderungen basieren auf Ergänzungen, die ich irgendwann auf Reisen dazuerfunden habe und mit Bleistift in die Bücher gekrakelt habe. Oft im Zug oder in Garderoben. Kein Text im Buch gleicht einer Fassung, die schon einmal erschienen ist.“*
Jan Weiler: Das Beste - Mein Leben zwischen Pubertieren
Heyne Verlag 2025
224 Seiten