Ein unglücklicher Tod
Ein unglücklicher Tod
Krimis 4 Minuten Lesezeit

Ein unglücklicher Tod

Peter Grainger: Ein unglücklicher Tod

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Der erste Absatz

Ich heiße Melanie Carter. Ich bin in der zwölften Klasse an der St. Martin`s Comprehensive in Upham Market. Das hier ist meine Aussage darüber, was am Samstag, den 27. August 2011, passiert ist – was mit Wayne Fletcher passiert ist.

Der Fall

Die Chefetage bei der Polizei im englischen Norfolk will Detective Smith mit 55 Jahre alt und nach einem internen Ermittlungsverfahren unbedingt in die Rente schicken. Für seine Vorgesetzten ist DC Smith zu eigensinnig, er hat noch zu viele Freunde im Team, seine Methoden sind zu altmodisch, sein moralischer Kodex passt nicht zur gewünscht neuen Polizeiarbeit und um die Meinungen der Vorgesetzten kümmert er sich nicht wirklich. DC Smith lehnt das Angebot für den Ruhestand ab. Also versucht man es anders. Vom Chef bekommt er nur noch Arbeit, die am wenigsten gefällt: Präventionsschulungen in Seniorenheimen und Grundschulen. Und dazu alte Routinefälle früherer Kollegen, wie diesen Ertrinkungstod eines betrunkenen Siebzehnjährigen, den er nur noch abschließen soll. Doch DC Smith und sein junger Polizeipraktikant werden neugierig, bleiben skeptisch und decken fast schon pedantisch Stück für Stück eine zuvor schlampige Ermittlungsarbeit auf. Und Dank DC Smiths beharrlich aufdringlicher Recherche, auch in den Kreisen der Mächtigen und Reichen, ist die Wahrheit rund um den Tod des jungen Mannes doch viel komplizierter.

Der Autor

„Peter Grainger“ heißt eigentlich Robert Patrridge und war mehr als 30 Jahre lang Lehrer für Englisch und Literatur. Er lebt in Cambridgeshire in der Nähe von Norfolk im Nordosten Englands. Als Ruheständler begann Robert Partridge Bücher zu schreiben und im Direktverlag selbst zu vertreiben. Sein erster Roman handelt von dem unglücklichen Englischlehrer Peter Grainger, der keinen nachhaltigen Erfolg als Romanautor hat und schließlich auf einem einsamen früheren Bauernhof in der tiefsten Provinz in Wales landet. Mit seinem zweiten Versuch, diesmal unter dem Pseudonym „Peter Grainger“ wechselte er ins Krimigenre, blieb aber noch immer ohne Verlag. Innerhalb von 13 Jahren veröffentlichte Partridge
Um eine größere Leserschaft anzusprechen, wechselte Partridge das Genre und begann als Peter Grainger Krimis zu schreiben. Der Protagonist seiner Krimireihe ist einr erfahrener und eigenwilliger Kommissar, dessen Ehefrau an Krebs verstorben ist. Innerhalb von 13 Jahren veröffentlichte Partridge 16 Bücher mit überwältigendem Erfolg: Rund eine Million Exemplare seiner Bücher wurden in Großbritannien als E-Books und Hörbücher verkauft. Der Erfolg weckte das Interesse der Verlage und erst mit seinem 17. Buch erschien der erste DC Smith-Krimi bei einem bekannten Verlag. Im Deutschsprachigen Roman erscheinen seine Krimis bei Diogenes – und zwar mit großer Geschwindigkeit: Bis Dezember 2026 werden die ersten drei Bände der Serie innerhalb von fünf Monaten erschienen sein.

Meinungen

„Peter Grainger schreibt Krimis mit einer stillen Wucht, die laut nachhallt. Seine Figuren wirken, als hätten sie ein Leben vor und nach der letzten Seite. Genau das macht seine Serie so gefährlich gut.“ (Sebastian Fitzek)

„Der Reiz der Lektüre liegt in den Nuancen, die nahezu nur Smith wahrnimmt, seinem trockenen Humor und der schönen Fähigkeit auf andere harmloser zu wirken, als er ist, wenn er scheinbar nur hier und dort mal auf den Busch klopft. DC Smith sollte man nicht unterschätzen.“ Wertung: 5 von 5 Sterne. (Bücher-Magazin, Oktober 2026)

„Fesselnder Auftakt einer neuen englischen Serie – mit einem zauberhaft eigensinnigen Ermittler. Macht süchtig.“ (Deutschlandfunk Kultur)

Auf Platz 1 der Krimibestenliste im September und im Oktober 2026. Siehe zum Beispiel hier: https://culturmag.de/crimemag/krimibestenliste-oktober-2026/183475

Wer die Maigret-Reihe von Georges Simenon mag oder eher ruhige Polizeikrimis ohne Gemetzel, Pathologengrusel und Psychothrill schätzt, der sollte Peter Grainger unbedingt probieren. Es gibt die harte Polizistensachen von Michael Connelly oder Ian Rankin und eben auch die sanfte Stimme eines Peter Grainger.
Achtung Spoiler! Am Ende pure Melancholie zum Heulen schön: Für seine verstorbene Frau und für sich selbst spielt DC Smith im Pub auf der Bühne eines der schönsten Bluesstücke überhaupt: „Old Love“ von Eric Clapton.

Dieter Niehoff

Peter Grainger: Ein unglücklicher Tod
Diogenes 2026
284 Seiten

Das Buch kann in der Stadtbücherei ausgeliehen oder vorbestellt werden.