How to Save a World
Spielgeschichte
Wollten Sie sich auch schon mal wie Bruce Willis in Armageddon fühlen und die Welt retten? Ganz so gefährlich wird es bei „How to save a World“ zum Glück nicht und es geht auch nicht um unsere Erde – retten wollen wir „Alarria“ dennoch. Dort herrscht paradiesische Ruhe – bis der gigantische Asteroid Leviathan auf Kollisionskurs geht. Die Spieler:innen schlüpfen in die Rollen angesehener Wissenschaftler:innen, die Alarria erforscht haben und nun vor der größten Herausforderung ihres Lebens stehen: Die Welt muss gerettet werden, bevor Leviathan einschlägt.
Die Geschichte entfaltet sich über Projekte, Technologien und globale Entwicklungen, die das Team Schritt für Schritt voranbringen – oder zurückwerfen.
Spielmechanik
How to Save a World ist ein strategisches Eurogame mit Fokus auf Engine‑Building und Ressourcenmanagement. Dabei wird im Grunde semi-kooperativ gespielt, es fühlt sich allerdings eher so an, als würde man versuchen, bei den anderen Spieler:innen möglichst viele Vorteile und Punkte abzusammeln. Dabei können wichtige Mehrheiten kippen und entsprechenden Nervenkitzel verursachen; und auch sonst fühlt sich das mitnehmen von Punkten nicht unangenehm an.
• Jede Runde stehen neue Projekte und Bedrohungen auf dem Plan.
• Die Spieler:innen bauen ihre persönliche Engine aus Fähigkeiten, Technologien und Ressourcen auf.
• Entscheidungen sind eng verzahnt: Was du heute investierst, bestimmt, welche Optionen du morgen hast.
• Punkte erhält man durch erfolgreiche Rettungsprojekte, wissenschaftliche Durchbrüche und effiziente Planung.
• Am Ende gewinnt nicht ein Team, sondern die Person, die am meisten zur Rettung Alarrias beigetragen hat – ein kompetitives Rennen gegen die Zeit.
• Entscheidend ist dabei, welches der drei Projekte (Laser, Schutzschild oder Evakuierung) am Ende den Kometen in die Knie zwingt.
- Engine-Building ist ein Mechanismus, bei dem im Spielverlauf Karten, Plättchen, Ressourcen oder Fähigkeiten aneinandergereiht und zu Kettenreaktionen werden, wodurch spätere Züge mächtiger werden als zuvor.
Fazit
Das Spiel verbindet thematische Spannung mit klassischer Euro‑Eleganz: Klare Mechaniken, überschaubarer Zufall, dafür viele taktische Entscheidungen. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen dem dramatischen Thema und dem ruhigen, analytischen Spielgefühl kombiniert mit dem Nervenkitzel der Frage, welches Projekt am Ende den Planeten rettet.
Empfehlenswert ist How to Save a World für:
• Fans von Engine‑Buildern, Worker-placement, Kennerspielen und leichten Zufallselementen
• Gruppen, die kompetitiv, aber nicht konfrontativ spielen
• Leute, die ein thematisches, aber mechanisch fokussiertes Eurogame suchen
• Menschen, die nicht stundenlang in einer einzelnen Spieleerfahrung sitzen möchten
• Spieler:innen die Spiele wie „Endeavoer: Die Tiefsee“, „Navoria“, „Artengarten“ oder „Die Blumenstraße“ mögen.
André Hinken
„How to Save a World“ von Yuval Grinspun, Frosted Games 2025, für 1–4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer 60–90 Minuten