Krimibestenliste
Krimibestenliste
Wer sich auf die Suche nach guten neuen Kriminalromanen macht, landet über kurz oder lang bei einer Hitparade der besonderen Art: Der Krimibestenliste.
Die Krimibestenliste gibt es seit über zwanzig Jahren. Auf ihr werden monatlich die zehn besten Kriminalromane, die im deutschsprachigen Raum neu erschienen sind, präsentiert. Erfinder der Krimibestenliste ist der Literaturkritiker und Krimikenner Tobias Gohlis.
Jeweils zu Anfang des Monats wird eine Liste mit zehn Kriminalromanen, die von einer derzeit neunzehnköpfigen Jury aus Kritikern und Krimispezialisten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz aufgestellt wird, präsentiert.
Die Wahl
Für die Auswahl der zehn besten Kriminalromane des Monats gelten folgende Regeln: Einmal im Monat benennt jedes Jury-Mitglied vier aktuelle Kriminalromane und bewertet sie mit 7, 5, 3 und 1 Punkten. Neben der Gesamtpunktzahl pro Titel wird berücksichtigt, wie viele Kritiker in einer Abstimmungsrunde für dasselbe Buch votiert haben. Jeder Kritiker darf maximal dreimal für das gleiche Buch stimmen. Bewertungen für Bücher, an deren Produktion oder kommerzieller Verbreitung ein Kritiker der Jury beteiligt ist, dürfen nicht gegeben werden. Zwischen Kriminalromanen in der Originalsprache Deutsch und Übersetzungen wird kein Unterschied gemacht.
Die Herausgeber
Die Krimibestenliste hatte seit April 2005 wechselnde Herausgeber aus dem Print- und aus dem Hörfunkbereich: Gegründet wurde sie von den Medien Die Welt, arte und Nordwestradio. 2010 schied die Tageszeitung Die Welt aus, von 2011 bis 2016 war die Wochenzeitung Die Zeit, von 2017 bis 2020 die Frankfurter Allgemeine Zeitung Print-Herausgeber. 2012 schied arte, 2016 das Nordwestradio aus der Gruppe der Herausgeber aus; 2017 kam der Sender Deutschlandfunk-Kultur hinzu und ist schließlich seit Januar 2021 einziger Herausgeber.
Die Jury
Zwölf Männer und sieben Frauen bilden die derzeit neunzehnköpfige Jury:
Kolja Mensing, Sprecher der Jury, „Deutschlandfunk Kultur“ | Volker Albers, „Hamburger Abendblatt“, „Krimifestival Hamburg“ | Gunter Blank, „Rolling Stone“ | Wolfgang Brylla, „CrimeMag“ | Katrin Doerksen, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Kino-Zeit“, „Deutschlandfunk Kultur“ | Hanspeter Eggenberger, „krimikritik.com“ | Tobias Gohlis, „Recoil“ | Fritz Göttler, „Süddeutsche Zeitung“ | Jutta Günther, „krimi-frauen.de“ | Sonja Hartl, „Zeilenkino“, „Deutschlandfunk Kultur“, „SWR“ | Hannes Hintermeier, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ | Alf Mayer, „CulturMag“, „Strandgut“ | Marcus Müntefering, „Der Spiegel“ | Ulrich Noller, „Deutschlandfunk“, „SWR“, „WDR“ | Frank Rumpel, „CrimeMag“ | Ingeborg Sperl, „Der Standard“ | Sylvia Staude, „Frankfurter Rundschau“ | Laura Theisen, „Laura von Eden“, „Goodreads“ | Maria Wiesner, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
Hier die Krimibestenliste März 2026:
(In Klammern: Die Platzierung des Vormonats)
1 (–) Daniel Fassbender: Heaven’s Gate
Diogenes, 291 Seiten, 19 Euro
2 (1) Jo Nesbø: Minnesota
Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob Ullstein, 407 Seiten, 24,99 Euro
3 (–) Gianrico Carofiglio: Der Horizont der Nacht
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull Folio, 282 Seiten, 25 Euro
4 (–) Garry Disher: Zuflucht
Aus dem Englischen von Peter Torberg Unionsverlag, 329 Seiten, 24 Euro
5 (–) Colin Walsh: Kala
Aus dem Englischen von Andrea O’Brien Gutkind, 512 Seiten, 24 Euro
6 (–) Dave Zeltserman: Alles endet hier
Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller Pulp Master, 282 Seiten, 16 Euro
7 (–) M. W. Craven: Die Witwe
Aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger Droemer Knaur, 501 Seiten, 16,99 Euro
8 (–) Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin
Aus dem Französischen von Cornelia Wend Edition Nautilus, 147 Seiten, 18 Euro
9 (–) Drew Hayden Taylor: Cold
Aus dem Englischen von Leo Strohm Merlin, 448 Seiten, 28 Euro
10 (–) Frauke Buchholz:
Endzeit Pendragon, 321 Seiten, 20 Euro
Siehe: www.deutschlandfunkkultur.de/rezensionen-des-monats