Leipziger Buchmesse 2026
Leipziger Buchmesse 2026
25. März 2026
Leipzig

Leipziger Buchmesse 2026

Vom 19. bis 22. März 2026.

Neuvorstellungen, Lesungen, Bühnentalks, Signierstunden, Preisverleihungen, Konzerte und noch viel mehr. In Leipzig ging es vier Tage lang um Bücher, Verlage und ihre Autorinnen und Autoren. Die Veranstalter sprachen von mehr als 300.000 Besucher:innen Eine davon war Brigitte Tingelhoff vom Förderverein der Stadtbücherei Coesfeld. Hier ihre ....

Eindrücke:

*„Es war mal wieder sehr schön, sich in Bücherwelten zu tummeln, aber es war auch sehr voll. Und es war schwierig, bei den bekannten Verlagen an die Stände zu kommen, um die Neuheiten in die Hand zu nehmen. Ebenso voll war es bei den Lesungen. Positiv aufgefallen ist mir, dass unglaublich viele junge Menschen da waren, die sich besonders für die Rubriken "Romance" und "Dark Romance" interessierten. Besonders begeistert waren die vorwiegend weiblichen Jugendlichen bei der Lesung der Autorin Celine Leonora.
Ich traf die Krimiautoren Arno Strobel bei einer Signierstunde und Klaus-Peter-Wolf als Pappkameraden. Andere Promis konnte ich nur von weitem erspähen.
Herrlich anzusehen waren die zahlreichen Cosplayer, die wohl in erster Linie wegen der Manga-Stände gekommen waren.
Einige Romane haben mich besonders interessiert: Die neuen Bücher von Elizabeth Strout, Christoph Peters, Leila Slimani, Katerina Polodjan, David Szalay und Volker Weidemann.“

  • Brigitte Tingelhoff

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Die Preise der Leipziger Buchmesse

Sie werden in drei Kategorien verliehen: Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Damit würde, so die Jury, die gesamte Vielfalt herausragender Gegenwartsliteratur abgebildet. Die drei Preise sind mit 60.000 Euro dotiert. Sie werden seit 2005 von einer siebenköpfigen Jury aus renommierten Literaturkritikerinnen und -kritikern vergeben. In diesem Jahr reichten die Verlage 485 Bücher ein. Ausgezeichnet hat die Jury diese drei Bücher aus 2025:

Kategorie Belletristik

Katerina Poladjan - Goldstrand
Verlag S. Fischer, 2025, 160 Seiten

Begründung der Jury
*„Wie erzählen wir unser Leben, wenn wir es selbst kaum fassen können? Meisterlich führt Katerina Poladjan vor, wie eine Biographie aus Selbstbefragung und Erfindung entsteht, aus Fabulieren und dem Umschiffen von Schmerz. Ihre Sprache ist leicht und abgründig zugleich, ihre Hauptfigur betrachtet sie mit Zuneigung und sanftem Spott, solange, bis das Bild eines Menschen entsteht, der sich auf einen Abschied vorbereitet und selbst noch nicht weiß, wohin ihn die Reise führt.“

Kategorie Sachbuch/Essayistik

Marie-Janine Calic - Balkan-Odyssee 1933-1941
Verlag C. H. Beck, 2025, 529 Seiten

Die Begründung der Jury
*„Südosteuropa ist bislang in der Exilforschung kaum beachtet – Marie-Janine Calic schließt eine Lücke mit diesem eindrucksvollen Werk. In ihrer enormen und akribischen Recherche erzählt sie die wechselvolle Geschichte der Balkanroute anhand vieler Einzelschicksale, erschließt politisch-historische Zusammenhänge und zeigt den Balkan als Region der Hoffnung und des Übergangs.“

Kategorie Übersetzung

Aus dem Spanischen von
Manfred Gmeiner:
Gustavo Faverón Patriau - Unten leben
Literaturverlag Droschl, 2025, 718 Seiten

Die Begründung der Jury
Dutzende Stimmen bilden in diesem meisterhaften Horror- und Schelmenroman ein Mosaik der düsteren Geschichte Lateinamerikas. Manfred Gmeiner hat diese labyrinthische Erzählung mit spielerischer Eleganz übertragen, ohne jemals den Blick auf ihre eigensinnigen Figuren, die literarischen Querverweise und das magische Funkeln der Poesie zu verlieren. Seine ebenso furchtlose wie packende Übersetzung macht die Lektüre zu einer unvergesslichen Erfahrung.“

Veranstaltungsort

Leipzig
Messeallee 1
04356 Leipzig
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